Internet der Zwänge – Eine kritische Liebeserklärung an die Digitalisierung

Ein Impulsvortrag von Leena Simon mit anschließender Podiumsdiskussion im Rahmen von Young + Restless, dem monatlichen Treffen im BASE_camp Berlin.

Internet der Zwänge Eine kritische Liebeserklärung an die Digitalisierung

Wer liebt, sollte sich einen kritischen Blick auf das Subjekt der Begierde aneignen. Denn wenn die anfängliche rosa Brille erst mal abgesetzt ist, muss man mit dem leben, was man sich ausgesucht hat. Das gilt besonders für unsere Beziehung zur Digitalisierung. Wir lieben all die vielen neuen Möglichkeiten, die uns das letzte Jahrzehnt geschenkt hat. Und das völlig zu Recht. Dabei fragen wir uns allerdings eher selten, wie wir diesen Bund gestalten wollen. Sonst würde uns vielleicht auffallen, dass unsere so glückliche Beziehung zur Digitalisierung droht disfunktional zu werden und uns sogar zu schaden. Lassen wir auf unseren Bedürfnissen herumtrampeln oder behalten weiterhin die rosarote Brille auf, erweisen wir uns womöglich als dem Internet unwürdig. Dann sind wir unserem Partner nicht gewachsen und er könnte das Interesse verlieren, und sich womöglich sogar eine andere suchen.

Leena SimonBildschirmfoto 2015-03-10 um 10.35.16 ist graduierte Philosophin und Netzpolitologin und
beschäftigt sich mit digitaler Mündigkeit und Technikpaternalismus. Sie ist Freie-Software-Aktivistin, arbeitet für den Elektrischen Reporter und für die Commons Machinery, ist aktiv bei digitalcourage e.V. und bloggt
unter www.leena.de und www.netzphilosophie.org.

 

Direkter Link zur Audiodatei.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier Young + Restless.

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